Der Imperialismus

Imperialismus

Definition und Begrenzung

Sicherlich ist dir der Begriff des „Imperialismus“ schon einmal über Weg gestolpert – doch was genau ist der Imperialismus und wie erklärt er sich? Imperialismus leitet sich von dem lateinischen Wort Imperium ab, welches Reich und Herrschaft bedeutet. Bereits in der Antike gab es Imperien. Das wohl bekannteste ist das Imperium Romanum, das Römische Reich. Es erstreckte sich über den gesamten Mittelmeerraum von Nordafrika bis nach Schottland.

Die Imperialisten eignen sich durch die Kolonialisierung Ländereien an, die, aus Sicht der Imperialisten „herrenlos“ sind. Das Wort Kolonie wiederum stammt ebenfalls aus dem Lateinischen und leitet sich vom Begriff „colonia“ (neue Siedlung, Niederlassung) ab. Diese Kolonien entstehen durch die militärische Sicherung des neuen Gebiets, die Unterwerfung der örtlichen indigenen Völker, deren Zivilisierung und Kultivierung, bis zur Ansiedlung von Menschen des imperialistischen Staates durch die Imperialisten. Die Gesamtheit des imperialistischen Staates und seinen Kolonien wird als ein Imperium bezeichnet.

Der Prozess „der herrschaftlichen‚ Weltaneignung‘“ basiert auf dem „Trieb“ der Menschen „der das Eigene möglichst vorteilhaft mit dem Fremden in Beziehung zu setzen versucht und dabei die eigene Überlegenheit ausspielt“, wie die Wissenschaft es heute formuliert.

Imperialismus

Die Phase des Hochimperialismus

Durch die großen Imperien, der Antike stark inspiriert und beeinflusst, starteten viele europäische Großmächte im ausgehenden 15. Jahrhundert – die durch die zunehmende Schifffahrt immer weiter neues Land entdeckten – in diesen Teilen der Erde Kolonien zu errichten. Die ersten imperialen Großmächte waren Spanien und Portugal. Später wurden auch England und Frankreich imperiale Großmächte und im 19. Jahrhundert zu den wichtigsten europäischen imperialen Mächten. Da Deutschland vom frühen Mittelalter bis 1871 nur ein Flickenteppich aus einander rivalisierender Städte und Ländern war, war es den Deutschen nicht möglich eine europäische Großmacht zu werden und Kolonien aufzubauen. Als das deutsche Kaiserreich geschaffen war, wollten die Deutschen zunächst keine weiteren Gebiete haben. So hatte Bismarck (deutscher Minister und Reichskanzler) es zumindest im europäischen Gespräch kommuniziert. Nach Bismarcks Tod (1898) sahen sich die Deutschen im internationalen Vergleich stark benachteiligt. Die deutsche Regierung war ebenfalls der Ansicht, dass Kolonien für Deutschland essentiell wichtig seien um international eine Großmacht zu bleiben. Der internationale Wettkampf aller Großmächte hatte seine Hochphase bereits 1870 und endete 1914 im ersten Weltkrieg.

Imperialismus

Zusammenfassung

Kurz gefasst können wir sagen, dass: 1. die Bildung von Imperien den Menschen immer schon begeistert haben; 2. die Kolonialisierung von Gebieten immer ein hoch zivilisiertes und kultiviertes Volk voraus setzt; 3. solche Völker zu unterschiedlichen Epochen überall auf der Welt gelebt haben und 4., dass ein internationaler Wettkampf um Kolonien zu einem sehr großen Konflikt werden kann.

Desweiteren kann die Nichtexistenz von Kolonien, bei einer hoch entwickelten Kultur zu starkem politischem Chaos führen, wenn es noch andere Konkurrenzmächte gibt, die Kolonien besitzen. Ein kriegerischer Konflikt ist oftmals die Folge. Eine weitere Folge ist die Dezimierung an verschieden Völkern und Zivilisationen.

Imperialismus

By Daniele Zedda • 18 February

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