Fasten – Was genau ist das eigentlich?

Einige verstehen unter dem Fasten eine Art Diät, da ja so gesehen von jetzt auf gleich aufgehört wird zu essen – doch ist das wirklich der Fall, kann Fasten tatsächlich als Diät gesehen werden? Die Ärztegesellschaft Heilfasten und Ernährung definiert Fasten in ihrer Leitlinie zur Fastentherapie als “freiwilligen Verzicht auf feste Nahrung und Genussmittel für begrenzte Zeit“. Über sogenannte Entlastungstage, an denen nur leichte Kost auf dem Speiseplan steht, tastet man sich an den Verzicht heran.

Für Christen dauert die Fastenzeit sieben Wochen. Offiziell beginnt diese am Aschermittwoch und endet Ostern. Genau wie der Ramadan (welcher der Fastenmonat der Muslime ist), wird diese Zeit mit einem sogenannten Intervallfasten, eine Ess- und Trinkpause von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang, eingelegt. Einige verzichten in  dieser Zeit auf bestimmte Dinge, wie Rauchen, das Konsumieren von Süßem, Alkohol oder Fast Food. Doch es gibt auch solche, die sich in der Fastenzeit nur mit natürlichen Flüssigkeiten versorgen. Dabei sind 2,5 Liter pro Tag anzusetzen. Wichtig zu beachten gilt, dass keine zuckerhaltigen Getränke verwendet werden. Zu empfehlen sind Wasser oder Tee. Obst- und Gemüsesäfte oder auch Gemüsebrühe können bei Bedarf aber auch bis zu 500 Kalorien täglich aufgenommen werden. Trotz der niedrigen Energiezufuhr (normal sind etwa 2000 Kalorien pro Tag) sollte der Körper nicht geschont, sondern regelmäßig bewegt werden. Nach dem Fasten kann sich in einzelnen Schritten wieder an die üblichen Nahrungsmittel herangetastet werden – es sollte also nicht ein riesen Sprung von Wasser auf Fast Food gemacht werden.

Fasten

Beweggründe des Fastens

Es sind Millionen von Menschen weltweit, welche aus gesundheitlichen oder religiösen Gründen auf die Zunahme von Nahrung verzichten. Doch ebenso außerhalb der Fastenmonate wird das Fasten immer beliebter. Das Abnehmen ist dabei für viele nicht das Wichtigste. Eher geht es für sie darum, zur Ruhe zu kommen oder den Körper und Geist in Einklang zu bringen.

Unabhängig davon, wie die Beweggründe sind, Fasten bedeutet immer eine Umstellung für den Körper, denn er muss sich an die verringerte Kalorienzahl gewöhnen. Doch nicht jeder Mensch reagiert darauf gleich gut. In diesem Sinne sollte vorher ein Arzt konsultiert werden, um mit ihm über eventuelle Gesundheitsrisiken zu sprechen.

Fasten

Fasten und Abnehmen

Das Fasten des Abnehmens Willens, wird sich allerdings als erfolglos herauskristallisieren. Häufig ist es so, dass man nach der Fastenzeit wieder in die alten Muster verfällt. Wenn ein anhaltender Abnehmerfolg erzielt werden soll, muss mit einer disziplinierten Ernährungsumstellung und ausreichenden Bewegungsmaßnahmen gearbeitet werden. „Wer fastet, beschäftigt sich mit seiner Gesundheit und reflektiert, was er im Alltag isst und trinkt. Eine Fastenkur kann damit ein erster Schritt zu einer gesundheitsfördernden Ernährung sein“, erklärt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) in positiver Weise auf ihren Internetseiten.

Risikogruppe

Wie bei vielen Dingen die mit der Gesundheit zu tun haben, gibt es auch eine Risikogruppe. Darunter fallen folgende Menschen:

  • Herzkranke
  • Allergiker
  • Diabetiker
  • Magersüchtige
  • Schwangere
  • stillende Frauen
  • Kinder
  • Untergewichtige
  • Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen
  • Menschen, die an einer chronischen Krankheit leiden
  • Menschen, die an Depressionen erleiden

By Daniele Zedda • 18 February

← PREV POST

By Daniele Zedda • 18 February

NEXT POST → 34
Share on