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Tantra Ritual – Sex, Kunst oder ein ganzheitlicher Weg zu sich selbst? Teil II

Mehr Liebesgewinn durch Tantra

Liebes Sugarbabe, lieber Sugardaddy – wir freuen uns, dass Du auch heute wieder dabei bist. Im letzten Artikel des Tantra – Sex, Kunst oder ein ganzheitlicher Weg zu sich selbst? Teil I haben wir uns bereits mit den Fragen auseinandergesetzt, was das Tantra Ritual überhaupt bedeutet und wofür es gut ist. Der heutige Artikel wiederum befasst sich mit den Aspekten der Herkunft von Tantra, sowie Tantra heutzutage gelebt wird.

Die Herkunft und Geschichte des Tantra Rituals

Tantra Ritual als Zugang für mehr Liebe

Sammelwerke und Überlieferungen

Wenn wir uns die Herkunft und Vergangenheit von Tantra einmal anschauen, so können wir ausgehend von den archäologischen Funden davon ausgehen, dass die Wurzeln des Tantra bis in die dravidischen Kulturen im Industal (Harappa-Kultur, ca. 3000 v. Chr.) zurück reichen. Die größte Entfaltung des Tantras fand jedoch in Indien im frühen Mittelalter statt. Im “Geheimen” wurden die tantrischen Lehren von Generation zu Generation weitergegeben. Zuerst mündlich in Form von Ritualen und später in schriftlicher Form als Tantra. Die tantrischen Schriften der ältesten Herkunft, stammen aus einer Zeit um Christi Geburt. Andere wiederum sind sogar erst im 18. und 19. Jahrhundert gesammelt worden.

Der Inhalt des Tantra Rituals und dessen Bedeutung

Die Sanskrittexte bestehen zum größten Teil aus Dialogen zwischen Shiva (männliche Kraft) und Shakti (weibliche Kraft). Darin werden meist wissenschaftliche und metaphysische Fragen behandelt. Aber auch Übungen für Körper und Geist, wie Yoga (asana), Meditation, Bilder (yantra), Musik und Klang (mantra) und Gebärden (mudra) und die tantrischen Rituale werden beschrieben. Darüber hinaus werden auch Aspekte vom persönlichen und sozialen Verhalten des Menschen angesprochen. Wie im letztern Artikel schon kurz angesprochen wurde, nutzt das Tantra die ursprüngliche Lebensenergie (auch Kundalini-Shakti genannt) für bewusstseinsfördernde und spirituelle Erfahrungen bis hin zur Reinen Seligkeit (ananda).

Die Unterteilungen des Tantra Rituals

Es gibt zwei grobe Unterteilungen, in welche sich das Tantra gliedern lässt. Dabei ist einmal in buddhistisches und in hinduistisches Tantra zu unterteilen, aber auch in Weißes und in Rotes Tantra. Weißes Tantra ist ein von strenger spiritueller Disziplin geprägter Weg ohne sexuelle Übungen. Rotes Tantra nutzt die sexuelle Kraft als Energiequelle für den ganzheitlichen (spirituellen) Weg.

Tantra Heute

Tantra wie wir es heute erleben, durchläuft seit den 70er Jahren im Westen eine Art Wiedergeburt. Dadurch kam es auch zum Begriff des Neo-Tantra. Durch die Tradition des alten indischen Tantra sind viele Tantra-Schulen entstanden. Die Aufgaben bzw. Angebote sind von Schule zu Schule verschieden und können theoretische Vorträge, praktisches Erleben im tantrischen Ritual, sinnliche Massagen, kraftvolle Körperarbeit, Sexualtherapie, sowie spirituelle Meditationsgruppen umfassen.

Das Tantra Ritual ist bis heute lebendig geblieben und aktuell, da es sehr eng verknüpft ist mit der menschlichen Psychologie. Wenn Themen aufgeschlagen werden, die mit Beziehung und/oder Sexualität zu tun haben, sind dort viele Übungen zu finden, welche das Tantra schon seit langen Zeiten beinhaltet.

Tantra Ritual

Fazit

Tantra lehrt uns Dinge, die durch die schnelllebige Gesellschaft eher schwierig umzusetzen sind. Dazu gehören Dinge wie das freie Äußern der Gefühle, Loslassen, Hingabe, sowie unseren Körper und unsere Sexualität als etwas heiliges zu sehen. Somit kann festgehalten werden, dass Tantra eher als ein Weg der ganzheitlichen Selbsterfahrung gilt.